Mit meinen Skulpturen möchte ich dazu einladen, im gewohnten Rhythmus innezuhalten,
sie zu umschreiten, zu betrachten und dabei Raum für Entdeckungen zu gewinnen.
Mein bevorzugtes Material ist Holz. Bei der Bearbeitung bietet es Widerstand, hat
eine eigene Geschichte, und seine Oberfläche fühlt sich warm an. Fenster,
Möbel und Schalen werden aus Holz hergestellt. Ich schnitze Bäume aus diesem Material.
Die vier Elemente Der Baum ist ein Symbol, das alle vier
Elemente in sich vereint. Er steht fest verwurzelt auf der Erde. Seine Krone
ragt in den Himmel und der Wind streicht durch seine Blätter. Ohne Wasser kann
kein Baum wachsen. Und sein Holz bietet dem Feuer Nahrung.
“Ernst Hingerl, gebürtiger Österreicher, der mittlerweile in Regensburg lebt,
sieht das Thema in globalerem Zusammenhang. Er denkt an die Bunker im arktischen Meer,
in denen Pflanzen-Saatgut für die Nachwelt aufbewahrt werden soll – und baut selbst
einen Bunker. „Als Schutzraum für die Natur“, sagt er. Imposant kommt das Grundgerüst
daher, in archaischer Form soll es ausgefüllt werden – und immer wieder geben Gucklöcher
den Blick ins Innere frei. Darin: die vier Elemente, interpretiert von Ernst Hingerl,
und natürlich aus altem, aus gebrauchtem und liebgewonnenem Material.”
Hingerl auf Youtube :
(Internationales Künstler Symposium Wald des BBK Niederbayern / Oberpfalz)
Elemente I. + Elemente II.
Peter Paul Medzech
... und Kunstsicht von Peter Paul Medzech, einem von vier Bildhauern, die eine
Fachjury aus zahlreichen Bewerbungen für das Symposium ausgewählt hat. „Wir müssen
pfleglich mit dem umgehen, was wir haben“, sagt er. In seiner aktuellen Arbeit – wie
in seinem gesamten Schaffen – bringt er Technik und Natur in künstlerische Balance.
Alte Steinstufen verbindet er mit betagten Ankereisen „Das Eisen, das für die Technik
steht, hat der Mensch gemacht – mit Hilfe von Hitze und Druck. Den Stein hat die Natur
gemacht, auch mit Hitze und Druck.“
„Silvio Ukat führt beim Symposium das Thema weiter, mit dem er sich bereits seit
einiger Zeit beschäftigt: Tierplastiken. Mit der Motorsäge formt er einen Waran, ein
Tier, das sich zu Lande und zu Wasser wohl fühlt, und das – im Drachengewand – auch mit
dem Element Feuer in Verbindung zu bringen ist. Er lässt sich vom Material inspirieren –
und von der direkten Umgebung. “