2. Lemgoer
Bildhauersymposium

April/Mai 2010


lippische-landeszeitung

Lippische Landes-ZEITUNG Nr. 99 | S.9 - Kreis Lippe
Donnerstag, 29. April 2010

Fünf Bildhauer verwandeln historischen Werkstoff in frische Kunst

Die Alte Ziegelei in Entrup: Seit einer Woche sind auf dem Gelände fünf Künstler am Werk. Zum zweiten Mal hat Martin Blöcher zum Lemgoer Bildhauersymposium eingeladen. Die Grundidee: Aus dem Bestand seines Handels für historische Baumaterialien suchen sich die Teilnehmer ihren Werkstoff aus und fertigen daraus Skulpturen, die am Ende des einwöchigen Symposiums ausgestellt werden. Daniela Schönemann (Foto) aus Halle an der Saale gehört zu dem Bildhauer-Quintett, das im Vorfeld von einer Jury zur Teilnahme ausgewählt wurde. Ganz besonders schätzt sie am Symposium den Austausch mit Künstler- Kollegen, die Möglichkeit zu sehen, wie die anderen arbeiten. Am Wochenende sind die fertigen Arbeiten in Entrup zu sehen. Seite 33

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Text: Barbara Luetgebrune
Foto: GERSTENDORF-WELLE


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lippische-landeszeitung

Lippische Landes-ZEITUNG Nr. 99 | S.33 - Lippisches Kultur-Journal
Donnerstag, 29. April 2010

Symposium bietet Raum für Bewegungen

Fünf Bildhauer arbeiten auf dem Gelände der Alten Ziegelei in Entrup


Von Barbara Luetgebrune

Links zimmern Handwerker an einem Backhaus, rechts bearbeitet Daniela Schönemann ihre Skulptur mit dem Stemmeisen. Das Material in beiden Fällen: alte Eichenbalken. Handwerk trifft Kunst.


Lemgo-Entrup.
Das ist nur eine von vielen Ebenen, auf denen beim Bildhauersymposium in der Alten Ziegelei Entrup Begegnung möglich wird. Zum zweiten Mal hat Martin Blöcher fünf Bildhauer auf das Gelände eingeladen, auf dem er seinen Handel für antike Baumaterialien betreibt. Den Teilnehmern steht als Fundus für ihre Arbeiten der komplette Lagerbestand zur Verfügung. Balken, Steine, altes Eisen – die Künstler wählen ihre Werkstoff e aus und fertigen auf dem Ziegelei-Gelände ihre Skulpturen. Die Bildhauer sind zwischen 27 und 68 Jahre alt, sie kommen aus ganz Deutschland und aus Serbien. Gemeinsam arbeiten, Positionen austauschen: Das Element der Begegnung ist den Künstlern wichtig. Wenn man im eigenen Atelier arbeite, sei das ein ziemlich einsames Geschäft , sagt Daniela Schönemann. „Dass man hier sieht, wie die anderen arbeiten, das ist das Tolle am Symposium.“ Sie arbeitet gern fi gürlich – „häufig Körper, deren Ausmaße die anatomischen Grenzen überschreiten“, erzählt sie. In Entrup will sie drei oder vier Einzelfi guren fertigen und am Ende zusammenfügen. Ein Ring für die Ewigkeit und zerbrechliches Glück „Zusammenwachsen“: So heißt das Th ema in diesem Jahr. „Alles wächst zusammen, alles wird dichter. In Zukunft wird es wichtiger, Gemeinsamkeiten zu fi nden und zu kultivieren“, hat Martin Blöcher dem Symposium vorangestellt. Mit historischem Baumaterial sollen die Künstler das Th ema möglichst vielschichtig bearbeiten. Und das hat für Florian Koch einen ganz besonderen Reiz. Der 27-Jährige hat sich einen ehemaligen Eckständer als Werkstoff ausgesucht. „Das ist ein jahrhundertealter Balken. Wenn man mit so altem Material arbeitet, da braucht man ganz viel Rücksicht“, sagt er. Die verwitterten Außenseiten, alte Zapfenlöcher – all das integriert Florian Koch in seine Skulptur, in der er durch unterschiedliche Bearbeitungen das Zusammenwachsen eines männlichen und eines weiblichen Aspektes zeigt. „Man soll sehen, dass es zwei verschiedene Teile sind, die aber aus einem Stück bestehen.“ Für ihn steht das auch für die Beziehung eines Paares, das – obgleich gegensätzlich – eine Einheit bildet. Hinter der nächsten Ecke wird es laut und staubig: Peter Spielmann aus Bückeburg arbeitet hier an seiner Skulptur aus hellem Bentheimer Sandstein. Diese kombiniert er mit einem Torso aus dunklem Holz. Auch hier: eine männliche und eine weibliche Figur. „Eine Hochzeit“, sagt der 68-Jährige. Die Verbindung zwischen beiden soll zum einen durch einen Eisenring, der für die Ewigkeit gemacht scheint, zum anderen durch Glasscheiben erfolgen: ein Verweis auf die Zerbrechlichkeit von Glück. Uta Schade, die ein paar Meter weiter arbeitet, hat einen steinernen Brunnendeckel gewählt und in seinen zwei Hälft en ein weibliches und ein männliches Profi l erkannt. Diese will sie so zueinander anordnen, dass es aussieht, als küssten sich Mann und Frau. Für den „Unterbau“ hat sich die Bildhauerin zwei Radabweisersteine ausgesucht. Oben ein Kuss – „und die unteren Elemente sind gegeneinander geschwungen, haben ein bisschen Spiel. Das symbolisiert für mich den Prozess des Zusammenwachsens, auch die Reibung, die dabei entstehen kann“, erzählt sie. Zvonimir Kostic Palanski hat schon mehr als eine Skulptur fertig. Sein jüngstes Stück: ein Holzrahmen, den er auf der Innenseite mit alten, schmiedeeisernen Nägeln verziert hat. Für ihn ist das ein Verweis auf eine Gesellschaft , in der die Menschen sich gegenseitig allzu oft Wunden zufügen. „Das bringt aber nur Schaden für alle Seiten“, sagt der Künstler aus Serbien. Palanski plant für die Symposiums-Woche noch eine ganze Reihe weiterer Arbeiten – eine will er zusammen mit Florian Koch fertigen. Noch so eine Begegnung

Kasten: Gala-Abend und Gartenmesse Im Vorfeld des 2. Lemgoer Bildhauersymposiums gab es eine Ausschreibung. Künstler konnten sich bewerben, eine Jury hat die fünf Teilnehmer ausgewählt. Die Künstler und ihre Arbeiten werden bei der Eröffnungsgala in der Alten Ziegelei am morgigen Freitag, 30. April, ab 18 Uhr vorgestellt. Es gibt osteuropäische Live-Musik und ein polnisch-russisches Buffet. Der Eintritt kostet 29 Euro – 5 Prozent des Erlöses gehen an das Spendenparlament Lippe. Das gilt ebenfalls für die Messe „Lust auf Garten“, die am 1. und 2. Mai auf dem Ziegelei-Gelände über die Bühne geht. Die Messe ist Samstag von 11 bis 20 Uhr undSonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Infos: www.werkstein.info.

Bildunterschrift: Kräftig am Werk: Florian Koch, Zvonimir Kostic Palanski, Peter Spielmann und Uta Schade (von links) arbeiten auf dem Gelände der Alten Ziegelei in Entrup an ihren Skulpturen. Bei der Gala am Freitagabend und bei der Gartenmesse am Wochenende stellen die Künstler sich und ihre Arbeiten vor.

Text: Barbara Luetgebrune
Foto: GERSTENDORF-WELLE


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neue-westfaelische

ERWIN | S.7
Donnerstag, 29. April 2010

Gartenmesse mit Künstlern

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Lippische Landes-ZEITUNG Nr. 98 | S.25 - Anzeigen-Thema
Mittwoch, 28. April 2010

Nichts von der Stange

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Lippische-wochenschau

Lippische Wochenschau - online - Wann/Wo/Was?
14:27h, Sonntag 25.04.2010

2. Lemgoer Bildhauersymposium und Gartenmesse

Kunst aus Antikem


Lemgo. Am Sonntag, den 25. April treffen in Lemgo fünf Künstler ein. Florian Koch aus Heilbronn, Zvonimir Kostic Palanski aus Serbien, Uta Schade aus Niederkirchen, Daniela Schönemann aus Halle/Saale und Peter Spielmann aus Bückeburg zieht eines hierher - das 2. Lemgoer Bildhauersymposium - für das sie auserwählt wurden.

Ihre Entwürfe sind anschaulich und viel versprechend. Es wird ein spannender Prozess und Austausch erwartet. Geladen hat der Unternehmer Martin Blöcher, dieser stellt aus dem Fundus seiner Firma antike Materialien für die Schaffung der Kunstwerke zur Verfügung. Historische Eiche, Sandstein, Metallsäulen u.a. werden durch die Künstler zu neuem Leben erweckt.

Am Freitag, den 30. April ab 18 Uhr werden die 5 Künstler mit ihren entstehenden Werken erstmalig auf einer Eröffnungsgala präsentiert. Veranstaltungsort wird das historische Ziegleigelände der Firma Blöcher in Lemgo-Entrup sein. Geboten wird u.a. ein polnisch-russischer Abend mit Bufett und wohlklingender Live-Musik.

Gleichzeitig wird die etablierte Gartenmesse "Lust auf Garten" eröffnet, wo 20 Aussteller ihre handgefertigten und künstlerischen Waren anbieten im Ambiente von lauschigen Gartenhäusern, fließenden Brunnen und vielfältigen historischen Materialien der Firma Blöcher, die auch für sie bereitstehen.

Die Gartenmesse hat bis zum 2. Mai ihre Tore geöffnet. Die 5 Künstler des Symposiums werden bis Sonntag in Lemgo-Entrup dabei sein, so dass die Besucher die Möglichkeit haben, mit ihnen und ihren Werken in Kontakt zu treten.

5 Prozent der Verkaufserlöse der Firma Blöcher aus der Eröffnungsgala, Gartenmesse "Lust auf Garten" und Bildhauersymposium 2010 gehen in diesem Jahr an das Spendenparlament Lippe zum Einsatz für einen guten Zweck.

Leckere Speisen und Getränke werden durchweg geboten. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Weitere Infos gibt es auch auf der Homegpage www.antike-baumaterialien.de , www.werkstein.info

Foto: Hingucker: Die Ziegen auf dem Gelände von Martin Blöcher in Lemgo-Entrup.

tina.schell


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Lippeportal

Lippeportal April 2010

Lust auf Garten +
2. Lemgoer Bildhauersymposium


Auf dem historischen Gelände "Alte Ziegelei" des Unternehmens Blöcher in Lemgo-Entrup findet die frühlingshafte Gartenmesse "Lust auf Garten" am 1. und 2. Mai und das "2.Lemgoer Bildhauersymposium" statt. Geöffnet ist die Messe Samstag von 11-20 Uhr und Sonntag von 11-18 Uhr.
Am Freitag, den 30.04.2010, um 18:00 Uhr beginnt die "Lust auf Garten" mit einer Eröffnungsgala, gleichzeitig wird das 2. Lemgoer Bildhauersymposium präsentiert. Die Gala wird veranstaltet unter dem Thema: "Polnisch-Russischer Abend" mit Buffet und Musik. Das Spendenparlament Lippe erhält von allen Einnahmen der Firma Blöcher aus der diesjährigen Veranstaltung einen Anteil, den es für einen guten Zweck einstzen wird.


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Pressefotos:





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Lebendige Traditionen
18.03.2012
Schlachtfest
So. 11-18 Uhr
Betriebsgelände Alte-Ziegelei | Lemgo Entrup